Besetzung

Herr von Lips, ein KapitalistGotthard Bilgeri
Stifler, sein FreundUrs Schwarz
Sporner, sein FreundChristoph Maurer
Wixer, sein FreundChristian Baldauf
Madame SchleyerPatrizia Nening
Gluthammer, ein SchlosserMichael Bartenstein
Krautkopf, PächterWalter Feurstein
Kathi, seine AnverwandteStefanie Hammerer
Staubmann, JustitiariusFabian Dorner
Anton, Bedienter bei LipsEwald Voppichler
Josefa, Bediente bei LipsBrunhilde Bals
Christian, Bedienter bei LipsThomas Hagspiel
Erster Knecht/ArbeiterHubert Dorner
Zweiter KnechtBrunhilde Bals
Dritter Knecht/SchlossergehilfePeter Eberle
AltknechtAnton Sutterlüty
InszenierungGotthard Bilgeri
Bühnenbild & LichtkonzeptRenate Ziegler
MusikBenjamin Omerzell
KostümeWilma Bilgeri,
Agathe Kaufmann-Ruchti
MaskeSonja Schelling
Licht- & TontechnikEgbert Hagspiel
Ernst Saltuari
Bühnenbau & BühnentechnikMartin Nenning,
Hans Grabher,
Markus Eberle,
Walter Feurstein,
Markus Vögel
RequisiteDagmar Steurer
GrafikdesignMichael Hirtenfelder
OrganisationHans Grabher,
Inge Mennel,
Urs Schwarz,
Gotthard Bilgeri

Der Zerrissene

Posse in drei Akten

Johann N. Nestroy

Johann Nestroy stand bereits einmal auf dem Spielplan des Ensemble 89 Hittisau: im Jahr 1996 hat die Gruppe den Einakter "Frühere Verhältnisse" mit großem Erfolg herausgebracht. Mit dem "Zerrissenen" widmete sich das Ensemble 89 im Jahr 2008 einem der "großen" Werke des "österreichischen Shakespeare" und zeigte diesen Klassiker der Wiener Volkstheaterliteratur in einer modernen Version, die Handlung und Umfeld des Stückes konsequent in die heutige Zeit verlegt hat.

Die Geschichte rund um den "zerrissenen" Herrn von Lips, der trotz - oder vielmehr wegen - seiner sehr komfortablen materiellen Verhältnisse kein Lebensglück finden kann und aus der Laune eines Augenblicks heraus einen kühnen Heiratsentschluss fasst, der sein Leben in der Folge ordentlich durcheinander bringen sollte, zählt zu den bekanntesten und meistgespielten Werken von Johann Nestroy. Es ist ein Stück über die menschlichen Deformationen und Entfremdungen, die ein allzu überbordender Wohlstand zu erzeugen imstande ist und erzählt über Sinnleere, Dekadenz und die Sehnsucht nach einem anderen, erfüllteren Leben. Im Jahr 1844 geschrieben und uraufgeführt, zählt " Der Zerrissene" laut Reclams Schauspielführer zu "Nestroys frischesten und glücklichsten Schöpfungen" und "vermag auch heute noch auf der Bühne eine überwältigende Wirkung auszuüben".

Die zeitgemäße Interpretation des Stoffes durch Regisseur Gotthard Bilgeri wurde in treffender Weise unterstützt durch den von Benjamin Omerzell eigens komponierten Soundtrack sowie durch die feinfühlige Bühnengestaltung von Renate Ziegler. Der Rezensent der VN-Heimat berichtete von einem "Klassiker ohne Spinnweben" und davon, dass die Inszenierung "beeindruckendes Amateurtheater" biete; im Programm Radio Vorarlberg wurde im Rahmen der Sendung "Kultur nach sechs" ein ausführlicher Bericht von der erfolgreich verlaufenen Première des "Zerrissenen" gesendet.

Mit dieser Nestroy-Produktion führte das Ensemble 89 Hittisau seine programmatische Linie, in deren Mittelpunkt engagiertes und niveauvolles Volkstheater steht, weiter fort. Dem Publikum hat es offenbar gefallen: die Produktion wurde ausgesprochen positiv aufgenommen und erfreute sich eines lebhaften Zuschauerinteresses.

Pressekritik "Der Zerrissene"

Quick Time Player sollte installiert sein und Active-x Steuerelement muss zugelassen werden

Beitrag ORF Landesstudio Vorarlberg

Der Zerrissene

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